Ein Jahr Home-Office: Manager sehen positive Auswirkungen auf Zusammenhalt und Unterstützung unter Kollegen

Beitrag von Emine Yilmaz

Lange Zeit galt Remote Work eher als Hürde, wenn es um die effektive Zusammenarbeit unter Kollegen ging. Umso überraschender sind die aktuellen Zahlen der Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half zu den Folgen von Remote Work: Rund jede dritte Führungskraft (34 %) in Deutschland stellt fest, dass sich die Kollegen im Team besser unterstützen. Für 33 % der Befragten zeichnet sich Remote Work vor allem durch die gute Zusammenarbeit unter den aktuellen Bedingungen aus. 29 % sehen darüber hinaus, dass die Mitarbeiter nach wie vor eine positive Einstellung gegenüber ihrer Arbeit haben.

„Die Zahlen machen deutlich, dass der Großteil der Unternehmen in der Lage ist, mit der neuen Situation umzugehen. Zum einen digitalisieren sich Firmen zunehmend, zum anderen haben sich Mitarbeiter schnell an die neue Situation gewöhnt und ihre Arbeitsweisen angepasst. Die Teams unterstützen sich gegenseitig bei allen Herausforderungen, die Remote Work mit sich bringt. Davon profitieren letztlich auch die Unternehmen, die so besser durch die Krisenzeit kommen“, sagt Emine Yilmaz, Vice President Permanent Brands bei Robert Half.

Hybride Teams sind in Krisenzeiten agiler

Die Arbeitsmarktstudie zeigt außerdem, dass sich hybride Arbeit in Krisenzeiten offenbar bewährt: Der größte Vorteil ist laut der befragten Führungskräfte die Agilität der Teams (33 %). Einige Personalverantwortliche gehen ferner davon aus, dass hybride Arbeitsweisen ihrer Teams die Geschäftskontinuität sichern (29 %). Auch die Bindung wichtiger Mitarbeiter mit Schlüsselqualifikationen gelingt durch Remote Work nach Meinung der Befragten besser (28 %). Die Mitarbeiter selbst profitieren laut der Führungskräfte zudem von einer besseren Work-Life-Balance und einer höheren Flexibilität, weil sie ortsunabhängig arbeiten und ihre Arbeitszeit besser einteilen können (28 %).

Remote Work erschwert Suche nach neuen Kandidaten

Die Umfrageergebnisse zeigen allerdings auch, dass hybrides Arbeiten für Unternehmen nicht nur Vorteile bietet. Zu den größten Herausforderungen gehört nach Meinung jeder dritten Führungskraft (33 %) die Suche nach Mitarbeitern mit neuen Fähigkeiten. Ebenso viele finden es schwierig, das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit der Mitarbeiter im Blick zu behalten. Darüber hinaus sehen sich 32 % mit höheren Kosten für zusätzliche Benefits wie technisches Equipment, Gesundheitsangebote oder die Kinderbetreuung konfrontiert.

Dennoch geht eine große Mehrheit der Manager (86 %) davon aus, dass sich hybride Arbeitsmodelle dauerhaft in der Arbeitswelt etablieren. „Hybrides Arbeiten und Remote Work sind wegweisend für die Zukunft. Wenn Unternehmen flexible Arbeitsmodelle umsetzen, sparen sie Kosten, sind interessanter für Fachkräfte und besser für globale Krisen wie die Corona-Pandemie gerüstet. Dazu fördert eine regelmäßig auf die Pandemie angepasste Präsenz im Büro den Teamzusammenhalt“, sagt Yilmaz.

Wichtig für den Erfolg hybrider Arbeitsmodelle sei allerdings, dass für jeden Mitarbeiter individuelle Lösungen gefunden werden: „Wer als Führungskraft die Bedürfnisse der Mitarbeiter missachtet, riskiert im schlimmsten Fall gesundheitliche Schäden aufgrund von sozialer Isolation, zu wenig Unterstützung bei Problemen oder einer zu hohen Arbeitsbelastung. Ein enger und direkter Austausch mit den Kollegen im Home-Office hilft, Warnsignale frühzeitig zu erkennen und sofort gegensteuern zu können“, betont Yilmaz.

Quelle: https://www.wissensmanagement.net/magazin/newsartikel/ein_jahr_home_office_manager_
sehen_positive_auswirkungen_auf_zusammenhalt_und_unterstuetzung_unter.html?no_cache=1

Posted on Okt - 23 - 2021 customer-knowledge-management

Erfolgreiches DevOps führt zu mehr Kundenzufriedenheit

Knowledge Sharing

Fachbeitrag von Dr. Christoph Ehlers

Agilität und Kundenorientierung weiter gedacht führen zu DevOps. Die neue Methodik erfordert ein Umdenken, erhöht aber richtig eingesetzt die Produktivität und Kundenzufriedenheit.

Bildquelle: (C) Dirk Wouters / Pixabay

Agile Software-Entwicklungsmethoden wie Scrum und Kanban gehören heute zum Industriestandard. Nach anfänglicher Skepsis haben sie sich auf breiter Front durchgesetzt, weil sie schnellere Release-Zyklen ganz nahe an den Anforderungen des Kunden ermöglichen. Dadurch steigt die Qualität der Software-Services und damit die Zufriedenheit der Kunden. Der nächste logische Schritt heißt DevOps, ein Kunstwort aus Development und IT Operations. Auch hier überzeugen die Vorteile, die die Methodik bietet. Nur wenn die beiden ehemaligen „Silos“, die Software-Entwicklerteams und IT Operations, eng zusammenarbeiten, werden sie für ihre Kunden die bestmögliche Lösung entwickeln. DevOps-Teams sind im Durchschnitt 1,4 Mal innovativer als getrennt voneinander arbeitende Geschäftseinheiten. Auch Integrations- und Akzeptanztests, die in rund der Hälfte der Unternehmen zu Verzögerungen und damit zu einer drohenden verspäteten Auslieferung führen, lassen sich mit DevOps besser meistern. Insbesondere Integrationstests sind essenziell für eine vollständige Automatisierung des Deployment-Prozesses.

Cloud-Services mit extrem kurzen Release-Zyklen, Container und der Aufstieg von Managed Kubernetes zum Beispiel bei den Public-Cloud-Anbietern Amazon, Microsoft und Google zwingen Unternehmen dazu, alte Muster aufzubrechen und Teams zu bilden, die alle benötigten Rollen und Fähigkeiten abdecken und so die neue Realität besser abbilden. Der Betrieb der Software als Service gehört heute, zusammen mit Development und Deployment, direkt zur Wertschöpfungskette und bestimmt maßgeblich über den Markterfolg der Lösung. Denn eine Anwendung beziehungsweise ein Web-Service haben schließlich nur Wert, wenn sie performant und problemlos im produktiven Einsatz laufen.

Cross-funktionale Teams bilden

In der alten Welt konzentrierte sich die Software-Entwicklung auf die Anwendung, innovative, neue Features und eine kurze Time-to-Market. Ihr Job war nach der Ablieferung des neuen Releases erledigt. Der Fokus der Administratoren lag danach auf der Infrastruktur, auf 24/7-Verfügbarkeit, hoher Performance, kurzen Latenzzeiten und Stabilität. Die „Wall of Confusion“, das heißt der Verantwortungsübergang zwischen beiden Geschäftseinheiten wird in der neuen Welt mit Herausforderungen wie Continuous Delivery und Continuous Integration aber zunehmend obsolet, ja hinderlich. Starres Silodenken würde dazu führen, dass eine Geschäftseinheit die Versäumnisse der anderen zeit- und kostenintensiv ausbügeln muss. Je später das Feedback, desto größer die Schleife und desto teurer die Korrektur und Anpassung.

Veränderungen für Devs und Ops

DevOps ist jedoch kein Selbstläufer und verlangt Development und IT Operations einiges ab. Software-Entwickler werden sich stärker mit der Konfiguration von CI/CD-Pipelines und Containern, mit Fragen der IT-Sicherheit (DevSec) und mit der Auslieferung neuer Releases beschäftigen müssen. Neu für das DevOps-Team werden Infrastructure as Code, der Umgang mit der Versionsverwaltung und automatisierte Tests sein. Der IT-Dienstleister ConSol empfiehlt ein methodisches Vorgehen nach bewährten Best Practices.

Wie bei jedem Projekt startet man auch bei einem DevOps-Projekt mit einer klaren Bestandsaufnahme der Ist-Situation. Daran schließt sich die Auswahl der Projektwerkzeuge und des initialen DevOps-Technologie-Stack an. Standardisierte Projektwerkzeuge reduzieren Komplexität und erleichtern die Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Administration.

Danach wird über die Zusammensetzung des DevOps-Kernteams entschieden. Verfügen alle Mitglieder des Teams über die Qualifikation, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgabe benötigen? Sind Schulungen zum Aufbau der erforderlichen Skillsets sinnvoll? Dieser Aspekt wird bei der Einführung von DevOps gerne vernachlässigt.

Klare, messbare Ziele definieren

Klar definierte KPIs für das DevOps-Team erleichtern die Fortschrittskontrolle, führen zu einer kontinuierlichen Verbesserung und erhöhen so die Produktivität und die Kundenzufriedenheit. Zu den Business-relevanten KPIs zählen unter anderem: die „Lead Time“, das heißt die Zeit vom Start der Entwicklung eines Features bis zu dessen Fertigstellung und Deployment sowie die Häufigkeit und Dauer der Deployments. Hinzu kommen Performance-Parameter wie der Daten-Durchsatz und die Antwortzeiten im produktiven Einsatz sowie technische Parameter wie Speicherbedarf und Prozessorauslastung. Hilfreich ist zudem, ein Lastprofil des ausgerollten Service zu erstellen mit dem Ziel, eine optimale Performance und möglichst kurze Latenzzeiten zu erreichen und um unerwartete Über- und Unterlast zu erkennen, um dann darauf reagieren zu können (zum Beispiel durch Hochskalieren des Clusters). Fehler beziehungsweise Unzulänglichkeiten im Betrieb sollten so schnell wie möglich erkannt und behoben werden.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine auch vom Top-Management getragene gemeinsame DevOps-Vision den Erfolg von DevOps-Projekten beflügelt. DevOps ist nicht nur eine neue Methodik zur Verbesserung von Prozessen, ihr muss auch eine neue Unternehmenskultur zugrunde liegen. Entwickler und Administratoren müssen jeden Tag enger zusammenarbeiten und miteinander kooperieren. Dabei hilft auch räumliche Nähe. DevOps-Teams sollten außerdem ihr Projekt weitgehend selbst organisieren und eigene Budget-Verantwortung übernehmen.

Abbildung: DevOps überwindet die Silo-Grenzen zwischen Development und IT Operations. Die neue Methodik schafft cross-funktionale Teams, die die Wünsche des Kunden schneller und besser erfüllen.

DevOps-Praxistipps

Agilität weiter gedacht führt zwangsläufig zu DevOps. Unternehmen stoßen bei der praktischen Einführung der neuen Methodik jedoch häufig auf unterschiedliche Herausforderungen. So ist es ratsam, die Komplexität einer Anwendung, die mit DevOps entwickelt und bereitgestellt werden soll, im Blick zu behalten: Je komplexer die Anwendung, desto schwieriger gerät die Einführung von DevOps. Wie komplex eine Anwendung ist, lässt sich unter anderem über die Anzahl und Komplexität der Schnittstellen messen.

Auch für die Integration von Legacy-Anwendungen ist in der Regel eine sowohl kosten- als auch zeitintensive Migration nötig. Hinzu kommt, dass Legacy-Anwendungen teilweise unzureichend dokumentiert oder die Dokumentationen veraltet und falsch sind.

Besonderes Augenmerk sollte außerdem auf ein gutes Verständnis der Business-Prozesse, die mit der Anwendung interagieren, und auf eine adäquate Testabdeckung dieser Business-Prozesse gelegt werden. Zur Durchführung von automatisierten Tests für die Qualitätssicherung in der CI/CD- Pipeline sind unter anderem die Open Source Frameworks Citrus und Sakuli 2 von Consol eine ausgezeichnete Wahl. Nach erfolgreich absolvierten Tests besteht das Ziel darin, das neue Release automatisch auszurollen und in die bestehende IT-Landschaft zu integrieren, ohne dass die Mitarbeiter des Unternehmens ihre Arbeit unterbrechen müssen. Das Ziel heißt Zero Downtime.

Die Einführung von DevOps mag anfangs mit der Aufgabe alter Gewohnheiten und mit Umdenken verbunden sein. Aber es lohnt sich, diese Herausforderungen anzunehmen. Mit DevOps steigern Unternehmen ihre Produktivität, modernisieren und automatisieren ihre IT-Infrastruktur schneller, sind insgesamt innovativer und werden dafür mit zufriedeneren Kunden belohnt.

Quelle: https://www.wissensmanagement.net/themen/artikel/artikel/erfolgreiches_devops_fuehrt_zu_mehr_
kundenzufriedenheit.html?no_cache=1


Posted on Okt - 9 - 2021 customer-knowledge-management

Die Zukunft der Employee Experience

13 Prognosen für das Jahr 2021

Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt und Unternehmen auf der ganzen Welt zum Umdenken gezwungen. Eine spannende Frage lautet daher: Wie wird die Employee Experience (EX) dieses Jahr aussehen? Wie werden die Unternehmen das Arbeitsumfeld ihrer Mitarbeiter gestalten? Die Chancen und Herausforderungen des kommenden Jahres haben Experience-Management-Scientists und Employee-Experience-Experten in Form von 13 Prognosen umrissen.

Bildquelle: (C) Gerd Altmann / Pixabay

1. Mehr Gemeinschaft in Zeiten des Homeoffice

Ein Gefühl der Zugehörigkeit ist für Beschäftigte, die zu Hause arbeiten, eminent wichtig. Das gilt besonders für Angestellte, die alleine leben und stärker darauf angewiesen sind, in einen beruflichen Kontext eingebunden zu sein. Aus diesem Grund werden die Personalabteilungen dieses Jahr vermehrt Initiativen zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls starten.

Die Lösung liegt aber nicht darin, die Arbeitsgewohnheiten aus den Zeiten vor Corona wiederaufzunehmen. Im Vordergrund steht stattdessen, wie man individuellen Arbeitsstilen, Persönlichkeiten und der Teamdynamik Rechnung tragen kann, um Produktivität, Zusammenarbeit, Unternehmenskultur, Innovation und Gemeinschaftssinn zu fördern. Diese Faktoren werden in den Blickpunkt rücken, wenn es um die Zuweisung von Angestellten zu virtuell arbeitenden Teams geht.

2. Das Wohl der Mitarbeiter im Blick

Initiativen zur Förderung des Mitarbeiterwohls werden zu einem wichtigen Bestandteil der Personalpolitik: um Talente zu gewinnen und zu binden, aber auch, um zu zeigen, dass dem Unternehmen die Sicherheit und Gesundheit ihrer Belegschaft am Herzen liegen.

Körperliche und seelische Gesundheit, finanzielles und soziales Wohl, Zufriedenheit am Arbeitsplatz – all das trägt wesentlich zum Gesamtbefinden des Arbeitnehmers bei. Unternehmen, die sich im Rahmen eines ganzheitlichen Konzepts dem Wohlergehen ihrer Mitarbeiter verpflichten, werden mit einem hohen Return on Investment belohnt.

3. Flexible Arbeitsmodelle werden häufiger

2021 wird immer deutlicher, dass es nicht ausreicht, der kompletten Belegschaft ein und dasselbe Standardmodell anzubieten. Stattdessen werden die Unternehmen ihre Arbeitsmodelle und -prozesse zunehmend flexibel gestalten, um den individuellen Bedürfnissen ihrer Angestellten gerecht zu werden. Das heißt, sie werden weitaus mehr flexible Arbeitsmöglichkeiten anbieten als zuvor, beispielsweise eine kompakte 4-Tage-Woche oder ein Modell, bei dem der Angestellte abwechselnd im Büro und im Homeoffice ist. Auf diese Weise können sie sich ihr Pensum besser einteilen und trotzdem noch im direkten Kontakt mit ihren Teamkollegen arbeiten.

4. Tägliches Feedback verändert die Employee Experience

Während sich die Beschäftigten an manche Formen des täglichen Feedbacks (wie den Gesundheitscheck bei Ankunft im Büro) gewöhnen, kommen weitere Vorgaben und Herausforderungen auf die EX-Verantwortlichen zu. Hierbei geht es vor allem um Themen wie Datenschutz, Vertraulichkeit und Sorgfaltspflicht – und die Frage, wie man die Beschäftigten zusätzlich unterstützen kann. Beispielsweise, indem die Personaler häufiger direkt bei ihren Teams nachfragen, wie ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz verbessert werden kann.

5. Diversitäts- und Inklusionsstrategien nehmen an Fahrt auf

Der Fokus auf Diversität, Chancengleichheit und Inklusion und auf die Unterstützung von Mitarbeitern aus unterrepräsentierten Gruppen wird sich 2021 kontinuierlich verstärken. Doch statt lediglich Ziele und Quoten festzulegen, werden sich die Unternehmen mit der Alltagsrealität unterrepräsentierter Gruppen beschäftigen, die Position des beauftragten Managers stärken und eine solide Strategie ausarbeiten müssen: in Richtlinien, bei Neueinstellungen, Vergütungskriterien, Diskussionen um Beförderungen und Leistungskalibrierungen, Nachfolgeplanungen und künftigen Personalprozessen zur Mitarbeiterförderung. Hierfür wird eine wachsende Zahl an Unternehmen die Prinzipien des Human Experience Management (HXM) – wie beispielsweise Job-Design und -Architektur – (wieder-) entdecken, um für mehr Diversität, Chancengleichheit und Inklusion zu sorgen. Auf diese Weise können sie ihre Mitarbeiter außerdem beim Erwerb von Fähigkeiten unterstützen, die für die künftige Arbeitswelt erforderlich sind.

6. Weniger Collaboration-Tools für eine bessere Zusammenarbeit

Um die interne Zusammenarbeit zu erleichtern, wird der Arbeitsalltag der Mitarbeiter „verschlankt“. Statt die Zahl der verwendeten Tools, Prozesse und Systeme ständig zu erhöhen, werden die Unternehmen ihre technische Employee Experience verbessern: mit weniger Systemen und Plattformen, die jedoch optimal genutzt werden.

7. Agile Befragungsmethoden für erweiterten Aktionsradius

Die Vorteile agiler Befragungsmethoden – nämlich die Möglichkeit, unter wechselnden Voraussetzungen prompt zu reagieren – sind mittlerweile bekannt. Aus diesem Grund werden 2021 mehr Unternehmen knappe, gezielte Umfragen in kürzeren Abständen durchführen und Daten zum gesamten Mitarbeiterlebenszyklus sammeln und miteinander verknüpfen – von der Bewerbung, dem Onboarding und dem Engagement bis hin zum Austritt. Einerseits eine riesige Chance, einen besseren, datenbasierten Überblick zu gewinnen und den Aktionsradius von EX-Experten zu vergrößern.

Andererseits geht mit dem verstärkten Einsatz von Pulsumfragen und Feedbacksystemen nach dem „Always-on“-Prinzip auch eine höhere Fehlerquote einher. Häufig starten die Unternehmen Umfragen, ohne zuvor sorgfältig zu erwägen, was sie erfragen und wie sie die Ergebnisse prüfen und umsetzen wollen. Doch aus Fehlern lernt man: Irrtümer geben den EX-Profis Gelegenheit, ihre Umfragen weiterzuentwickeln.

8. HR und IT schaffen gemeinsam eine bessere technische Experience

Schon vor Corona befand sich die Arbeitswelt mitten im Digitalisierungsprozess. In den meisten Unternehmen wurde diese Entwicklung durch die Pandemie beschleunigt, denn sie mussten den Mitarbeitern alle Tools bereitstellen, um weiterarbeiten zu können. IT und Technik werden daher auch 2021 ein wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlichen Employee Experience sein.

Die Konsequenz ist eine Zusammenarbeit zwischen dem IT-Bereich und der Personalabteilung, um nicht nur den Bedarf an Ressourcen zu ermitteln, sondern auch um die Herausforderungen des technischen Arbeitsalltags zu meistern.

9. Frauen fördern und binden

Wegen Prioritäts- und Zuständigkeitskonflikten haben viele Firmen im Corona-Jahr weibliche Fachkräfte verloren. Laut einer McKinsey-Studie zur Arbeitssituation der US-amerikanischen Frauen (Women in the Workplace 2020) „denken mehr als ein Viertel der Frauen über etwas nach, was vor nur sechs Monaten undenkbar gewesen wäre: im Beruf zurückzustecken oder ganz aufzuhören.“

2021 wird daher mit neuem Elan darauf hingearbeitet, systembedingte Barrieren zu überwinden, die immer noch den beruflichen Aufstieg von Frauen hemmen. Zu diesem Zweck müssen Maßnahmen gegen die Benachteiligung von Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen zur Priorität erklärt werden. Hierbei geht es auch um die oberen Führungsränge, in denen Frauen nach wie vor stark unterrepräsentiert sind.

10. Mitarbeiter-Feedback auch über soziale Medien

In diesem Jahr wird das aktive Einholen von Feedback durch passives „Zuhören“ ergänzt: Auch das, was die Mitarbeiter auf internen Plattformen und/oder in sozialen Medien äußern, fließt in die Rückmeldungen ein. So gewinnen die Unternehmen einen umfassenden Überblick über die Themen, die ihren Angestellten wichtig sind. Der EX-Manager der Zukunft wird beide Formen des Employee Listening nutzen, um Erkenntnisse für seine Employee-Experience-Programm zu sammeln.

11. Ruhigere Phasen sorgen für eine bessere Balance und Konzentration

Auch die Art und Weise, in der sich die Unternehmen um das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter kümmern, ist reif für eine Erneuerung: 2021 werden die Arbeitgeber Stunden, Tage oder gar Wochen einführen, in denen unternehmensweit keine Meetings abgehalten oder neue Aufgaben gestartet werden dürfen. So haben die Beschäftigten mehr Zeit, ihr Berufs- und Privatleben unter einen Hut zu kriegen.

12. Einstellung ehemaliger Mitarbeiter

Da viele Unternehmen im letzten Jahr qualifizierte Mitarbeiter verloren haben, müssen sie 2021 Möglichkeiten zum Wiedereinstieg schaffen. Dazu sollten sie flexible Arbeitsmodelle oder Teilzeitverträge anbieten, also Arbeitskonzepte, die sich für den jeweiligen Mitarbeiter am besten eignen.

13. EX-Daten in Reichweite

2021 wollen die Unternehmen die Möglichkeit haben, EX-Daten zu analysieren und einzubinden. Wichtig wird ihnen der Zugriff auf zentrale EX-spezifische Kennzahlen sein, die auf allen Betriebsebenen leicht zu kommunizieren und zu verstehen sind – denn diese Zahlen geben Aufschluss darüber, wie es den Menschen im Unternehmen geht.

Quelle: https://www.wissensmanagement.net/themen/artikel/artikel/die_zukunft_der_employee_experience_13_prognosen_fuer_das_jahr_2021.html?no_cache=1

Posted on Sep - 30 - 2021 customer-knowledge-management

Intelligentes Robotic Selling

Vier Tipps zur Integration einer Customer Data Platform für Marketing & Vertrieb

Bei Customer Data Platforms (CDP) handelt es sich um keine neue technische Errungenschaft. Neu ist allerdings, dass sich diese Plattformen über die vergangenen Jahre deutlich weiterentwickelt haben. Die aktuelle Generation ist nicht mehr länger ein reines Marketingtool: Moderne CDPs verbinden Marketing und Vertrieb.

CDPs wurden wichtig, weil die Erwartungen der Kunden an Unternehmen gestiegen sind – ganz egal, welchen Kanal oder Touchpoint sie nutzen. Aufgrund der wachsenden Anzahl an Kanälen und Datenquellen hat auch die Zahl der Systeme zugenommen. So wird es schwierig, ein einheitliches Bild vom Kunden zu gewinnen. Eine CDP kann genau dabei helfen. In ihr bündeln und konsolidieren Unternehmen alle Kundendaten. Neueste CDPs leisten aber noch mehr. Sie überwinden die Grenzen von Marketing und Vertrieb, automatisieren kundenrelevante Prozesse und ermöglichen sogar ein intelligentes Robotic Selling – die automatisierte Verkaufsvorbereitung durch Software-Roboter. Diese Sales Robots nutzen Datenanalysen, komplexe Entscheidungslogiken und Machine Learning. Doch was gilt es bei der Implementierung einer CDP zu berücksichtigen? Die folgenden vier Tipps helfen.

1. Bestehende Systeme nicht zwangsläufig ablösen

Die Ablösung bzw. der Wechsel von Systemen ist für viele Unternehmen eine große Herausforderung. Mit Hilfe einer modernen CDP-Plattform gestalten sich der Umstieg allerdings einfacher. Sollten beispielsweise Funktionen fehlen, lassen sich diese einfach bedarfsgerecht integrieren. Besteht aber der Wunsch, ein altes System abzulösen, können Unternehmen zunächst das neue Tool parallel zum alten integrieren, die Daten synchronisieren und die Prozesse sukzessive umziehen. Sobald alles auf das neue System übertragen ist, ist das alte obsolet. Zu den Lösungen, die an eine CDP angebunden sein können, zählen beispielsweise:

  • Web Analytics
  • Marketing Automation
  • Customer Relationship Management (CRM)
  • Enterprise Resource Planning (ERP)
  • Webshop
  • Service-Datenbank

2. Bestehende Adapter und No-Code-Ansätze nutzen

Für eine erfolgreiche Integration der CDP muss die Anbindung der Systeme einfach erfolgen. Im ersten Schritt werden die anzubindenden Systeme definiert, die entsprechenden Adapter ausgewählt und Pläne für die Synchronisation eingerichtet. Dort definieren Unternehmen, welche Datenfelder zu synchronisieren sind und in welcher Frequenz dies erfolgen soll. Hier entscheiden Unternehmen zugleich, ob die Synchronisierung zeitgesteuert erfolgt oder durch ein Ereignis ausgelöst wird – etwa durch das Erreichen der Vertriebsreife oder durch Anlage oder Änderung eines Datenfelds. Bei Bedarf werden bei der Synchronisierung Daten transformiert, Einträge vorgenommen oder Aktionen ausgelöst. Im Idealfall erfolgt die Anbindung der synchronisierenden Systeme bzw. die Zuordnung der Datenfelder dem No-Code-Ansatz entsprechend – also einfach per Konfigurieren und ohne Programmieraufwand. Dabei ist es irrelevant, ob die anzubindenden Systeme in der Cloud oder on-premises betrieben werden. Unternehmen müssen die gewünschten Systeme und Funktionen auch nicht alle auf einmal integrieren. Ein schrittweises Vorgehen ist sogar anzuraten. So gelingt das Change-Management im Unternehmen besser und der Nutzen der neu eingeführten Technologie steigt.

3. Daten bereinigen, konsolidieren und anreichern

Damit eine CDP wie gewünscht funktioniert, ist es wichtig, die Daten zu bereinigen und zu konsolidieren. Daraus resultiert der sogenannte „Golden Record“. Werden diese Daten dann mit Transaktions- und Interaktionsdaten angereichert, entsteht in der CDP das „Golden Profile“ des Kunden. Kundenprofile lassen sich noch um weitere Daten (z. B. Branchencode, Umsatz, „Look-alike-Unternehmen“) anreichern. Dazu binden Unternehmen die Services von Datendienstleistern in die CDP und die Prozesse ein. Alle bereinigten und angereicherten Kundendaten lassen sich dann, falls nötig, aus der CDP in die diversen Ursprungs-Systeme zurückspielen (bidirektionale Synchronisation).

4. Robotic Selling ergänzen

Mit dem Golden Profile bzw. dem Golden Record zu jedem Kunden ist für Unternehmen schon viel gewonnen. Aber als Integrationsplattform eröffnen moderne CDPs noch ganz andere Möglichkeiten: Sie überwinden die alten Grenzen zwischen Marketing und Vertrieb. Wenn die Daten konsistent vorliegen und die Systeme sauber integriert sind, lassen sich sales-relevante Prozesse über Systeme hinweg automatisieren und intelligent steuern: mithilfe von Sales Robots. Die komplexen Entscheidungslogiken in diesen Prozessen greifen dabei auf Technologien wie Machine Learning und Predictive Analytics zurück. So kann Robotic Selling die Arbeit in Marketing und Vertrieb optimal unterstützen.

Mit modernen Customer Data Platforms erweitern Unternehmen ihre Vertriebspotenziale und erhöhen ihre Umsätze. Durch eine flexible CDP kann ein Unternehmen genau die Systeme integrieren und die automatisierten Sales-Prozesse schaffen, die es benötigt.

Quelle: https://www.wissensmanagement.net/news/einzelansicht/news///intelligentes_robotic_selling_vier_tipps_zur_integration_einer_customer_data_
platform_fuer_marketin.html?no_cache=1

Posted on Sep - 16 - 2021 customer-knowledge-management

Diese drei Trends werden das KI-Jahr 2021 prägen

Künstliche Intelligenz ist und bleibt ein Top-Thema. Auch im Jahr 2021 wird sie der IT-Welt wieder ihren Stempel aufdrücken. Die drei Trends für textfokussierte KI und Natural Language Processing, die dabei eine wichtige Rolle spielen, sind Transfer Learning, Cross Lingual Word Embeddings und grüne KI.

  1. Transfer Learning:
    Nach 2020 bleibt Transfer Learning auch in diesem Jahr ein zentraler KI-Trend. Transfer Learning ist eine spezielle Methode des maschinellen Lernens und ermöglicht, neuronale Netze, die bereits für einen bestimmten Zweck vortrainiert sind, als Ausgangspunkt für eine andere Aufgabe zu verwenden. Das bereits Gelernte eines trainierten Netzes wird dadurch für ein neues Projekt nutzbar gemacht. Das Trainieren eines neuronalen Netzes ist durch diese Methode deutlich weniger rechenintensiv und zeitaufwändig, die Menge der erforderlichen Trainingsdaten sinkt erheblich. Transfer Learning wird die Demokratisierung von KI weiter voranbringen und ihren flächendeckenden Einsatz in der Unternehmenswelt weiter beschleunigen. Bislang funktionierte KI in Unternehmen nämlich nur dann besonders gut, wenn sie viele Daten besitzen – was in der Praxis selten der Fall ist – und maßgeschneiderte Modelle nutzen.
  2. Cross Lingual Word Embeddings:
    Zahlreiche Anwendungen des Natural Language Processing (NLP) stehen nur für die wichtigsten europäischen Sprachen zur Verfügung – häufig sogar ausschließlich für Englisch. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass die Ausdehnung von NLP-Modellen auf neue Sprachen üblicherweise die zeitaufwändige Annotation komplett neuer Datensätze erfordert und sehr rechenintensiv ist. Für weniger verbreitete Sprachen stehen aber auch häufig gar nicht genügend Trainingsdaten zur Verfügung. Abhilfe können hier multilinguale Modelle mit so genannten Cross Lingual Word Embeddings (CLWEs) schaffen. Diese CLWEs nutzen die Tatsache, dass viele Sprachen semantische Ähnlichkeiten aufweisen. Sie erfassen diese Ähnlichkeiten und können Wörter in mehreren Sprachen in einem gemeinsamen Vektorraum darstellen.
  3. Grüne KI:
    Künstliche Intelligenz durchdringt immer mehr Bereiche des Lebens und der Wirtschaft. Dementsprechend stark wächst auch der ökologische Fußabdruck, den sie beim Training von Algorithmen und ihrem Einsatz hinterlässt. Vor dem Hintergrund des steigenden Bewusstseins für Umweltschutz und Klimawandel gewinnt deshalb grüne KI immer mehr an Bedeutung. So wird beispielsweise verstärkt an Algorithmen geforscht, die weniger Energie, weniger Speicher und weniger Kommunikationsbandbreite benötigen. Auch die Energieversorgung und Effizienz der für KI genutzten Rechenzentren kommt immer öfter auf den Prüfstand. Ein weiterer wichtiger Aspekt von grüner KI ist der Einsatz von Algorithmen, um Energieerzeugung, den Betrieb der Netzinfrastruktur und die Energienutzung möglichst effizient zu gestalten.

„2021 wird die Demokratisierung der KI weiter Fahrt aufnehmen. Durch Transfer Learning können viele Bürotätigkeiten vereinfacht werden, ohne dass für jede einzelne davon große Datenmengen gesammelt und maßgeschneiderte Modelle entwickelt werden müssen. Wir haben unsere Produkte auf genau die betriebliche Realität hin optimiert, damit jeder Mitarbeiter letztlich selbst ohne KI-Experten mit sehr wenig zeitlichem Aufwand für das Training der KI-Verfahren seine Leistungsfähigkeit verbessern kann und damit dem Unternehmen hilft, Kosten zu sparen und seine Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern“, sagt Franz Kögl, Vorstand der IntraFind Software AG. „Aber auch das Thema Nachhaltigkeit wird an Momentum gewinnen.“

Quelle: https://www.wissensmanagement.net/news/einzelansicht/news///diese_drei_trends_werden_das_ki_jahr_2021_praegen.html?no_cache=1

Posted on Sep - 2 - 2021 customer-knowledge-management

« Vorherige SeiteNächste Seite »