Die deutsche Wirtschaft sucht Chief Digital Officers

Digitalisierung braucht jemanden im Unternehmen, der sie voranbringt. Diese Erkenntnis verbreitet sich offenbar zunehmend in der deutschen Wirtschaft. Aktuell gibt es in jedem fünften Unternehmen (20 Prozent) einen Chief Digital Officer (CDO) oder mit einer Leiterin oder einem Leiter Digitalisierung eine vergleichbare Position. Das entspricht in etwa der Zahl des Vorjahres (19 Prozent). Deutlich gestiegen ist aber der Anteil jener Unternehmen, die planen, eine entsprechende Stelle im Unternehmen zu besetzen oder einzurichten – von 18 Prozent im vergangenen Jahr auf nun 25 Prozent. Das sind Ergebnisse einer Befragung von 602 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

„Digitalisierung ist mehr als die Anschaffung von Hard- und Software oder die Einführung neuer Technologien, Digitalisierung braucht vor allem ein neues Mindset im Unternehmen. Digitalisierung kann Chefsache sein. Ist sie es nicht, sollte jemand im Vorstand oder zumindest mit direktem Zugang zum Vorstand beauftragt werden. Denn klare Verantwortung und Kompetenzen können die digitale Transformation entscheidend voranbringen“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Ein CDO kann die Rolle des Schrittmachers und des Mutmachers der Digitalisierung übernehmen.“

CDO & Co.: Eine Frage der Unternehmensgröße

Gut die Hälfte der Unternehmen (52 Prozent) hat keinen CDO und keine vergleichbare Position – und auch keine Pläne, dies zu ändern. Dabei gibt es deutliche Unterschiede je nach Unternehmensgröße. So verzichten 54 Prozent der Unternehmen mit 20 bis 99 Beschäftigten auf CDO & Co., bei jenen mit 100 bis 499 Beschäftigten ist es aber nur eine Minderheit von 42 Prozent, wie auch bei Unternehmen ab 500 Beschäftigten (41 Prozent). Umgekehrt gibt es in 18 Prozent der Unternehmen mit 20 bis 99 Beschäftigten eine entsprechende Position, in jenen mit 100 bis 499 Beschäftigten sind es 29 Prozent und sogar 43 Prozent bei Unternehmen ab 500 Beschäftigten.

Quelle: https://www.wissensmanagement.net/magazin/newsartikel/die_deutsche_wirtschaft_
sucht_chief_digital_officers.html?no_cache=1

Posted on Feb - 25 - 2024 customer-knowledge-management

Schneller, besser, effizienter: Wie wirkt sich Automatisierung auf den Kundenservice aus?

Um im Zeitalter der digitalen Transformation einen exzellenten Kundenservice zu erreichen, bedarf es eines komplexen Zusammenspiels von Technologien, Strategien und menschlichen Talenten. Der Freshdesk Customer Service Benchmark Report 2023 hat untersucht, wie Unternehmen in verschiedenen Branchen und Regionen diese Herausforderung bewältigen. Der Bericht durchforstet mehr als 5 Milliarden Datenpunkte aus 22 Branchen in 25 Ländern und zeigt, wie Unternehmen Helpdesk-Technologien wie Automatisierung, maschinelles Lernen und Chatbots einsetzen, um die Produktivität der Agenten und die allgemeine Kundenerfahrung (CX) zu verbessern. Hier sind die wichtigsten Insights für Sie zusammengefasst!

Die zunehmende Macht von Automatisierung und KI

Künstliche Intelligenz wirkt sich auf zwei Schlüsselfaktoren für einen exzellenten Kundenservice aus:

  1. die Leistung der Mitarbeiter und
  2. das Kundenerlebnis.

B2B- und B2C-Kunden nannten Automatisierung und künstliche Intelligenz als die wichtigsten Funktionen von Support-Software im Jahr 2023:

  • 32,9 % der B2B-Kunden und
  • 42,7 % der B2C-Kunden

nannten beides als Top-Funktionen in einem Helpdesk.

Automatisierung hat einen erheblichen Einfluss auf die Erstzuweisungszeit – Kundendienstleiter von B2B-Unternehmen berichten von einer Verbesserung der Erstzuweisungszeit um fast zwei Stunden durch Automatisierung.

Chatbots sind der Schlüssel zu großartigen CX-Gesprächen

Während Kunden bei E-Mails bis zu sieben Stunden auf eine erste Antwort warten müssen, verkürzen Chatbots diese Zeit auf unter zwei Minuten. Und sie reduzieren auch die Lösungszeiten: 10- 27 Minuten mit Chatbots im Vergleich zu 32 Stunden mit E-Mail-Support durch Helpdesk-Software.

„Speed kills‘ war lange Zeit der goldene Standard für den Kundenservice, aber die Daten zeigen, dass es mehr als das ist“, sagt Colin Crowley, CX-Berater bei Freshworks. „Die Verbraucher wollen schnelle Lösungen für einfache Probleme, die per Chat gelöst werden können. Für komplexere Probleme sind sie bereit, auf eine komplexe Antwort zu warten.“

Größere Herausforderungen bei größeren Unternehmen

  • Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern haben den niedrigsten Customer Satisfaction Score (CSAT-Wert) (86,56 %).
  • Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern erzielten den höchsten CSAT-Wert (91,13 %).

Die besten Lösungszeiten (29 Stunden, 39 Minuten) haben mittelgroße Unternehmen mit 501 – 1.000 Mitarbeitern.

Immobilienfirmen glänzen beim CSAT, Einzelhandel liegt bei Auflösungszeit vorn

Die Branchen-Benchmarks brachten einige Überraschungen mit sich, wobei einige alteingesessene Sektoren diejenigen übertrafen, von denen man normalerweise erwartet, dass sie besser abschneiden.

  • Der Tief- und Hochbau sowie der Immobiliensektor hatten die zufriedensten Kunden (CSAT-Gesamtergebnis: 93,7 %).
  • Der Einzelhandel und der elektronische Handel erzielten die besten Ergebnisse in zwei Kategorien: Lösungszeit (23 Stunden, 53 Minuten) und Einhaltung der Service-Level-Agreements (SLA) (95,1 %).
  • Der Sektor Transport und Lagerung reagiert am schnellsten auf Kundenanfragen (weniger als sechs Stunden).

Die im Freshdesk Customer Service Benchmark Report 2023 veröffentlichten Benchmarks und Metriken zeigen, dass Automatisierung, KI und Chatbots bereits eine immer wichtigere Rolle in den CX-Initiativen von großen und kleinen Unternehmen spielen.

Quelle: https://www.wissensmanagement.net/magazin/newsartikel/schneller_besser_
effizienter_wie_wirkt_sich_automatisierung_auf_den_kundenservice_aus.html?no_cache=1

Posted on Feb - 8 - 2024 customer-knowledge-management

KI-basiertes Wissensmanagement: Insight Engines im industriellen Umfeld

Praxisbeitrag von Daniel Fallmann

Datenverarbeitung und -analyse sind auf dem Vormarsch: KI-basierte Anwendungen werden heute in wachsendem Umfang eingesetzt. Bestes Beispiel ist der Hype um ChatGPT. Schon plant die EU neue Urheberrechtsregeln für generative KI-Tools, nach denen diese offenlegen müssen, welches Material sie zum Training verwendet haben. In der industriellen Praxis indes ist der Mehrwert KI-basierter Anwendungen unbestritten. Produktionsbetriebe können durch den Einsatz KI-basierter Insight Engines schneller reagieren und Optimierungspotenziale aufdecken.

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Der Zugang zu relevanten Informationen ist ein Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Produktion von Waren und Gütern im volatilen Wettbewerbsumfeld der Industrie 4.0. Allerdings liegen die meisten Daten unstrukturiert in Netzlaufwerken, Cloud-Speichern, E-Mail-Archiven oder Fachanwendungen vor. Um der Herausforderung zu begegnen, werden intelligente Wissensmanagementsysteme wie Insight Engines benötigt, die Informationen aus den vorhandenen Daten filtern, aufbereiten und für den Nutzer zugänglich machen. Sie führen alle Informationen aus verschiedenen Unternehmensdatenquellen zu einer Wissensbasis zusammen.

Breites Einsatzspektrum von Insight Engines in der Industrie

Der Hauptunterschied zwischen Insight Engines und herkömmlichen Suchmaschinen ist der Einsatz fortgeschrittener künstlicher Intelligenz und Spracherkennungsmethoden wie Natural Language Processing (NLP) und Natural Language Understanding (NLU). Auf dieser Grundlage leitet das System die Absicht des Nutzers korrekt aus der Frage ab und ordnet alle Ergebnisse entsprechend an. Statt endloser Ergebnislisten erhält der Nutzer nur die für ihn relevanten Antworten, die mit kontextspezifischen Informationen angereichert sind und in personalisierten Dashboards präsentiert werden. Darüber hinaus analysieren intelligente Wissensmanagementsysteme das Nutzerverhalten, um die Interaktion kontinuierlich zu optimieren.

Die Fertigungsbranche muss den Einsatz vieler komplexer, ineinandergreifender Prozesse effizient gestalten. Dazu sind der reibungslose Austausch und die intelligente Zusammenführung von Informationen unverzichtbar. Innovative Wissensmanagement-Lösungen schaffen einen Überblick über alle Daten aus den verschiedenen Anwendungen. Insight Engines helfen, Informationen auf einen Blick abzurufen und Prozesse entsprechend zu steuern. Damit werden sie zum effektiven Werkzeug für die gesamte Fertigung – vom Skill-Management über die Stücklistenverwaltung und das Qualitätsmanagement bis hin zur Erstellung eines digitalen Zwillings.

Skill-Management erleichtert Zugang zu Fachwissen

In Produktionsunternehmen arbeiten heute Mitarbeiter mit unterschiedlichem Werdegang und Berufserfahrung. Informationen über frühere Arbeitgeber und Verantwortungsbereiche finden sich in Personalakten, aber nur wenige wissen, wer welche Fähigkeiten mitbringt. Insight Engines verknüpfen Abteilungswissen und unterstützen Manager dabei, den Überblick über die Kompetenzen jedes Mitarbeiters zu behalten. So lässt sich sicherstellen, dass das benötigte Know-how zum richtigen Zeitpunkt verfügbar ist. Zur Verknüpfung von Informationen analysiert die Anwendung die Daten aus allen Datenquellen. Basierend auf den Berechtigungen der User interpretiert sie Zusammenhänge und bereitet sie in einem Index zu einer 360-Grad-Sicht auf. Semantische Analysen reichern die Suchergebnisse mit kontextrelevanten Zusatzinformationen wie Zertifikaten und Publikationen an.

Vorteile für die technische Qualitätssicherung

Unterschiedliche Anwendungen in Fachabteilungen und dezentralen Teams erschweren es Qualitätsmanagern, eine konsolidierte Sicht auf Projekte, Kunden oder Komponenten zu erhalten. Für den notwendigen Überblick über ein Bauteil verknüpfen Insight Engines verfügbare Informationen wie Gutachten, Wartungsprotokolle, Pläne und Dokumentationen in einer 360-Grad-Sicht und stellen dem Nutzer das benötigte Wissen proaktiv zur Verfügung. Mittels einer sogenannten „Interactive Exploded View“ erhält der Anwender einen detaillierten Blick auf das Bauteil – Detailinformationen sind mit einem Klick abrufbar ohne eine neue bzw. weitere Recherche starten oder die Ansicht verlassen zu müssen. Anwender erhalten dadurch wertvolle weiterführende Informationen zu einer Komponente, einem Dokument oder einer Person.

Anwenderfreundliches Stücklisten-Management

Die Verwaltung von Stücklisten ist ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklung und Herstellung von Produkten. Neben Skizzen und Plänen bilden Stücklisten vor allem in der Fertigung eine wesentliche Grundlage der betrieblichen Datenbank. Sie dokumentieren die Teile oder Baugruppen, aus denen ein Endprodukt besteht, und geben Aufschluss über die korrekte Zusammenstellung zur Bedarfsermittlung, Beschaffung und Arbeitsablaufplanung. Ungeachtet der Komplexität eines Produkts erweist sich die Verfügbarkeit relevanter Informationen über die benötigten Komponenten oft als Herausforderung.

Konventionelle Systeme zur Verwaltung von Stücklisten bieten eigene Suchfunktionen, die sich meist auf die Daten in einem System beschränken und bei der Suche nach relevanten Informationen schnell an ihre Grenzen stoßen. Die Abfrage in vielen unterschiedlichen Anwendungen kostet Konstrukteuren, Ingenieuren und Produktionsplanern viel Zeit und führt oft nicht zum gewünschten Ergebnis. Dagegen erhalten Anwender von Insight Engines die abgefragten Informationen in 360-Grad-Sichten inklusive zusätzlicher Informationen wie beispielsweise länderspezifische Einschränkungen, Verfügbarkeiten, Ersatzlieferanten oder Reklamationen, ohne eine neue Suchanfrage in einem anderen System starten zu müssen.

„Unternehmen aller Größen und Branchen müssen große Flexibilität und Anpassungsfähigkeit beweisen, um die Umgestaltung von Geschäftsprozessen angesichts verkürzter Innovationszyklen und disruptiver Geschäftsmodelle zu meistern“, erklärt Daniel Fallmann. „Entscheidender Faktor für agile und innovative Marktperformance: Mitarbeitende müssen schnell und einfach auf relevante Informationen aus einer verlässlichen Wissensbasis zugreifen können – und genau dabei unterstützen wir sie mit unserer KI-basierten Insight Engine.“

Quelle: https://www.wissensmanagement.net/themen/artikel/artikel/ki_basiertes_
wissensmanagement_insight_engines_im_industriellen_umfeld.html?no_cache=1

Posted on Jan - 19 - 2024 customer-knowledge-management

Best Practices: Datenmanagement

Praxisbeitrag von Frédéric Baroin 

Mobile Datenerfassung für die Flotte: Wie digitales Reifenmanagement den Fuhrpark nachhaltig voranbringt

Flottenverantwortliche stehen in der Pflicht, ihre Fuhrparks wirtschaftlich zu halten. Doch Fachkräftemangel, steigende Preise und EU-Verordnungen zur Reduktion von CO2-Emissionen stellen sie vor immense Herausforderungen. Dabei profitieren Unternehmen bei einer Umstellung ihrer Fahrzeugflotten auf batterieelektrische Fahrzeuge bis 2025 von Förderungen seitens des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV). Ein digitales Reifenmanagement kann helfen, diese Umstellung zu meistern und unterstützt auch bei weiteren Aufgaben: Mit einer mobilen Datenerkennungssoftware lassen sich Reifen- und Fahrzeugdaten erheben und auswerten, Wartungen optimieren, präzisere Reifenzustandsprognosen erstellen und dadurch sowohl Emissionen als auch Ressourcen einsparen. Über Smartphones nutzbar und somit vollkommen mobil, wirkt sich ein KI-gestütztes und datenbasiertes Reifen-Audit positiv auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der Flotten aus.

Bildquelle: (C) AlLes / Pixabay

CO2-Emissionen sind seit jeher eine Begleiterscheinung der Transportbranche. Weltweit verursachen LKW, Transporter und Co. durchschnittlich 20 Prozent der Emissionen pro Jahr. Die deutsche Bundesregierung hat sich daher das Ziel gesetzt, den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid im Verkehrssektor bis 2023 im Vergleich zu 1990 zu halbieren. Dabei helfen soll auch die seit Januar 2022 geltende Taxonomieverordnung der EU, die die Offenlegung nachhaltiger Investitionen beinhaltet. Auch Unternehmen sind von nun an gefordert, regelmäßig einen Nachhaltigkeitsbericht zu veröffentlichen, um ihre Bemühungen nachzuweisen. Die digitale Erhebung und Auswertung von Reifen- und Fahrzeugdaten leistet hier wertvolle Unterstützung und bietet den Unternehmen zahlreiche Vorteile.

Mobile und verlässliche Datenerfassung

Reifeninspektionen gestalten sich für Techniker:innen noch sehr komplex, da sie im Rahmen ihrer täglichen Arbeit diverse Aufgaben ausführen, die eine Datenerfassung beinhalten und unterschiedliche Geräte erfordern. Darunter fallen nicht nur die Inspektion per se, sondern auch Wartung und Verwaltung des Reifenbestands. Eine digitale Reifenanalyse kann Flottenverantwortliche und ihre Mitarbeitenden bei diesen verschiedensten Aufgaben unterstützten: von der Flankenablesung der Reifenkenndaten über das Scannen von Nummernschildern bis hin zum Messen der Reifenprofiltiefe. Bei der Datenerfassung können vor allem Anwendungen unterstützen, die durch eine Kombination aus Computer Vision und KI millimetergenau messen. Als Software Development Kit integrieren Unternehmen eine solche Anwendung bequem in bereits bestehende Betriebssysteme. Über gängige, mobile Endgeräte wie Smartphone oder Tablet und deren Kamera sind Mitarbeitende in der Lage, die Reifen schnell und einfach zu scannen. Die Daten leitet die Anwendung weiter an das angeschlossene Kernsystem des Unternehmens. Es bedarf dabei keiner weiteren Hardware. So sparen sich Unternehmen die Anschaffung und Installation von teurem und unflexiblem Equipment. Alle Daten liegen jederzeit für alle Mitarbeitenden verfügbar im System vor. Dabei unterstützt die Software Unternehmen in verschiedenen Bereichen.

CO2-Emissionen und Kraftstoffverbrauch reduzieren

Eine regelmäßige Kontrolle der Reifen des Fuhrparks gehört zur Routine von Flottenmanager:innen und Techniker:innen. Denn zu wenig Luftdruck auf den Reifen verursacht während der Fahrt mehr Reibung auf dem Asphalt. Die Folge ist ein erhöhter Kraftstoffverbrauch und damit einhergehend ein unnötig hoher Ausstoß von Kohlenstoffdioxid. Mit einer mobilen Datenerfassungssoftware sind Flottenverantwortliche und Techniker:innen in der Lage, eigenständig und regelmäßig Reifen-Audits durchzuführen, um etwaige Schwachstellen zu beheben, Reifenrückrufe zu verwalten oder nicht mehr taugliche Reifen direkt auszutauschen. Dies erhöht nicht nur die Fahrsicherheit auf der Straße, sondern wirkt auch dem Ausstoß von CO2 entgegen.

Kosten senken

Ist zu wenig Luftdruck auf den Reifen, nutzt sich zudem deren Profil schneller ab. Auch die geringe Profiltiefe stellt nicht nur ein Sicherheitsrisiko dar, sondern lässt – ebenso wie der geringe Luftdruck an sich – den Kraftstoffverbrauch steigen, da der Rollwiderstand der Reifen durch ein abgefahrenes Profil steigt. Fuhrparkverantwortliche werden diesem Problem Herr, indem sie die engmaschige Kontrolle der Reifenprofiltiefe durchführen. Diese wird umso wichtiger, betrachtet man die fortschreitende Elektrifizierung der Fuhrparks. Da bei E-Autos die Reifen um 30 Prozent schneller verschleißen, müssen Flottenverantwortliche sie nicht nur häufiger wechseln lassen, Spezialreifen dafür sind auch wesentlich kostenintensiver. Werden die Reifen nicht gut gewartet, erhöht sich neben den Zusatzkosten auch die Unfallgefahr deutlich. Den richtigen Zeitpunkt für den Reifenwechsel zu kennen und für eine optimale Wartung zu sorgen, wird zukünftig also immer wichtiger. Die mobile Datenerfassungstechnologie leistet hier wertvolle Unterstützung, da sie 3D-Messungen der Reifenprofile vornimmt und so exakte Ergebnisse liefert.

Kosteneinsparungen durch eigenständige Reifeninspektion

Um einen Überblick über notwendige Reifenservices zu erhalten und einen Preis- und Leistungsvergleich durchzuführen, könnten Flottenverantwortliche die Wartung der Reifen nicht nur an die bisherigen Händler geben, sondern auch dritte, unabhängige Dienstleister beauftragen. Das kostet allerdings nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Mit Hilfe einer mobilen Datenerkennungssoftware sind Unternehmen in der Lage, eine Inspektion der Reifen selbst in die Hand zu nehmen. Durch das einfache Scannen der Reifenflanken werden Informationen zur Identifizierung der Reifen an das angeschlossene Backend-System weitergeleitet – frei wählbar über WLAN, Bluetooth oder eine Programmierschnittstelle (Application Programming Interface, kurz: API). Die Daten zum Reifenzustand – wie etwa Profiltiefe, Luftdruck, Porosität und dergleichen – lassen sich dann bequem dem jeweiligen Reifensatz und Fahrzeug im Fuhrpark zuordnen. So vereinfacht die Digitalisierung die Dokumentation im Flottenmanagement und führt somit zu mehr Transparenz.

Zuverlässigere, weil standardisierte Checks

Bei manuell durchgeführten Reifeninspektionen können Fehler auftreten, die mitunter nicht nur Sicherheitsrisiken bergen, sondern auch Kosten verursachen. Die Standardisierung des Reifenchecks durch eine digitale und mobile Reifenanalyse steigert die Qualität des Prozesses und verringert die Fehlerquote deutlich. So können Flottenverantwortliche beispielsweise kostspieligen Verstößen aufgrund des Reifenzustandes besser verbeugen – ein großer Vorteil, wenn man bedenkt, dass diese Bußgelder oft zu den häufigsten Ausgaben außerhalb des Betriebs zählen. Durch die digitale Reifenwartung erhalten zudem alle Mitarbeitenden Zugriff auf die entstehenden Daten – bequem und schnell verfügbar im angeschlossenen System. Als Folge entfallen ineffiziente papierbasierte Prozesse. Die gesammelten Daten bleiben digital stets abrufbar, sodass Flottenverantwortliche die Informationen für zukünftige Inspektionen nutzen und so ihre Vorgänge stetig optimieren können.

Mehr Effizienz in den Arbeitsprozessen

Der Einsatz einer digitalen Reifenanalyse unterstützt Flottenverantwortliche nicht nur dabei, ihr Reifenmanagement effizienter zu gestalten. Smarte Tools wie eine Datenerfassungssoftware sorgen durch die vereinfachte Ablesung zusätzlich für schnellere Arbeitsprozesse. Sie befähigen Mitarbeitende, die Reifen selbstständig zu kontrollieren -unabhängig davon, ob sie darin ausgebildet beziehungsweise geübt sind oder nicht. Das heißt, durch die Software sind ungelerntes Personal, Studierende und Aushilfen gleichermaßen in der Lage, bestimmte Tätigkeiten im Inspektionsablauf zu übernehmen. So entfallen die Kosten – und der Zeitaufwand – für eine spezielle Schulung in diesem Bereich und Unternehmen können dem Fachkräftemangel ein Stück weit entgegenwirken. Zusätzlich verschaffen die eingespeisten Daten den Flottenverantwortlichen einen 360°-Überblick über die Reifen aller Fahrzeuge im Fuhrpark. Auf Basis der hinterlegten Informationen und der damit einhergehenden Wartungsoptimierung erhöhen Unternehmen die Langlebigkeit der Reifen ihrer Flotte, was zugleich wirtschaftlich Vorteile bringt und den ökologischen Fußabdruck verringert.

Zukunftssicheres Reifenmanagement

Das Digitalisieren ihres Reifenmanagements befähigt Fuhrparkverantwortliche und Techniker:innen, auf Basis erhobener Daten und besserer Datenqualität durch selbstständige Untersuchung der Reifen, zu schnellem und effizientem Handeln. Vor allem die frühzeitige Erkennung eventueller Reifenschäden mittels einer digitalen Reifenanalyse bringt erhebliche finanzielle Vorteile, da Reifeninspektionen nach dem Kraftstoff die zweithöchste Ausgabe für Unternehmen darstellen. Zudem vereinfacht die Einspeisung der Reifeninformationen in das Backend-System des Unternehmens nicht nur den Wartungsvorgang per se, sondern auch die Handhabe der Daten. Das digitale Reifenmanagement unterstützt Flottenverantwortliche einerseits bei der Planung und Durchführung der Inspektionen und wirkt sich andererseits auch positiv auf den Rohstoffverbrauch aus. Denn je häufiger eine Rundumerneuerung der Reifen selbst möglich ist, desto seltener müssen Flottenverantwortliche Neureifen anfordern. Zu guter Letzt verringern sich auch die CO2-Emissionen, da LKW, Transporter und Co. weniger Kraftstoff verbrauchen, wenn sie mit geprüften Reifen auf dem Asphalt unterwegs sind.

Quelle: https://www.wissensmanagement.net/themen/artikel/artikel/mobile_datenerfassung_
fuer_die_flotte_wie_digitales_reifenmanagement_den_fuhrpark_nachhaltig_voranb.html?no_cache=1

Posted on Jan - 12 - 2024 customer-knowledge-management

Fünf Jahre DSGVO: Unternehmen sind weiterhin verunsichert

Die europäische Datenschutz-Grundverordnung hemmt in großen Teilen der deutschen Wirtschaft Innovationen und wird als Hindernis für Wachstum und Wohlstand in der digitalen Welt wahrgenommen. 6 von 10 Unternehmen (62 Prozent) zögern bei der Datennutzung, weil sie Angst haben, gegen den Datenschutz zu verstoßen. Fast ebenso viele (60 Prozent) haben schon einmal Pläne für Innovationen gestoppt, weil datenschutzrechtliche Vorgaben oder Unsicherheiten sie dazu gezwungen haben. Dabei gibt jedes fünfte Unternehmen (22 Prozent) an, dass dies schon häufig der Fall war, bei 24 Prozent mehrfach und bei 14 Prozent bislang einmal.

Die Verordnung gilt seit dem 25. Mai 2018. Grundlage der Zahlen ist eine repräsentative Umfrage unter 602 Unternehmen ab 20 Beschäftigten aus allen Branchen. „Ein einheitliches Datenschutzrecht für die ganze EU war und ist ein großartiges Projekt für die Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für die EU als Wirtschaftsraum. Nach fünf Jahren Datenschutz-Grundverordnung muss man allerdings festhalten: Die DSGVO hat ihr Versprechen, für europaweit einheitliche, verständliche und praxistaugliche Datenschutz-Regeln zu sorgen, nicht eingelöst. Stattdessen führt die von jeder nationalen und regionalen Aufsicht eigenständige Interpretation der Regeln zu Rechtsunsicherheit. Viele Unternehmen verzichten deshalb auf die Entwicklung neuer Technologien und Dienste – oder verlagern ihre Projekte ins Ausland. Das zeigt sich nicht zuletzt an Verboten für innovative Technologien wie ChatGPT in einzelnen EU-Mitgliedstaaten, die für massive Verunsicherung sorgen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.


So glauben 58 Prozent der Unternehmen, dass Deutschland Chancen für Wachstum und Wohlstand verschenkt, weil zu oft auf Datennutzung verzichtet wird. 63 Prozent sagen, dass durch strenge Regeln innovative datengetriebene Geschäftsmodelle in Deutschland erstickt oder aus dem Land vertrieben werden. „Datenschutz ist in unserer digitalen Welt extrem wichtig. Aktuell erleben wir aber eine lähmende Angst vor Fehlern und eine einseitige Abwägung zwischen Datenschutz und Mehrwerten der Datennutzung“, so Berg. Das gelte zum Beispiel für länderübergreifende Kooperationsprojekte und die medizinische Forschung, aber auch für die Digitalisierung des Gesundheitswesens oder der Verwaltung. Insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen fehle es zudem an praxistauglichen Hilfestellungen, um in der Datenökonomie innovative Geschäftsideen umsetzen und wachsen zu können. „Die vorhandenen Spielräume der DSGVO werden in Deutschland kaum genutzt“, sagt Berg. „Wir müssen Datenverarbeitungen als Chance verstehen, nicht immer nur als Risiko. Wenn wir fünf Jahre so weitermachen wie zuletzt, schwächen wir unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit.“

Quelle: https://www.wissensmanagement.net/magazin/newsartikel/fuenf_jahre_dsgvo_
unternehmen_sind_weiterhin_verunsichert.html?no_cache=1

Posted on Dez - 17 - 2023 customer-knowledge-management

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